Voll Mensch sein| Entdecke deine Lebensquellen

In vielen spiriutellen Traditionen sind sie bekannt, wir kennen sie vor allem mit ihrem Sanskrit-Namen: Chakras. Chakras sind jedoch nichts Fremdes oder Exotisches, und sie sind kein Konzept oder eine Idee. Sie sind Quellen des Empfindens und Erkennens.
Martin Schmid führt zu diesen Quellen hin, damit sie zum eigenen Erfahrungspotenzial werden können. Das Resultat ist gesteigertes Leben. Es eröffnen sich neue Möglichkeiten und Horizonte. Dies ist jedoch kein einfacher Wohlfühl-Weg, sondern, wie alle richtigen spirituellen Wege, ein Weg des genauen Hinschauens.

Die Impulse in diesem Buch sind in und durch die Korsika-Wochen entstanden. Der Text ist  voller Düfte und Farben, sanftem Windhauch und dem Rauschen des Meeres, poetisch und humorvoll. Leserinnen und Leser finden hier kein trockenes Abhandeln von altbekannten Chakra-Fakten, sondern lebendiges Menschsein, das sanft in den feuchten Sand geschrieben wird, bevor es von der nächsten Welle wieder mitgenommen wird in das große Eine.


Aus dem Inhalt

Sehnsucht ist eine Antwort. Wir werden bereits gerufen und antworten. Das spüren wir als Sehnsucht. Sehnsucht ist nicht das Gefühl eines Defizits, von Alleine-Sein etwa. Sie ist der Weg zur Fülle. Der Weg zum gelebten Verbundensein.
Sehnsucht ist eine Umkehr. Wir haben etwas verloren. Es ruft uns und wir kehren um, um es wieder zu finden, auch wenn wir gar nicht wissen, wonach wir suchen. Wir haben uns oder etwas abgespalten und kehren zurück, um uns oder etwas zu integrieren. Wir gliedern ein und werden eingegliedert. Das ist der Kern unserer Bewegungspraxis, diese Rück-Bindung, wie sie das Wort «Yoga» meint, und wie es das Wort «religio» meint. Es ist das Einswerden mit dem Dao des Qigong und Taiji. Wenn wir von Sehnsucht sprechen, ist das also kein romantisches Inselgeschwätz. Es ist der Kern der Traditionen und Methoden, die wir hier praktizieren.
Wir müssen uns nur tragen lassen. Dafür müssen wir das Begegnen zulassen, du kannst dich ja nicht tragen lassen, ohne dass du tragenden Armen begegnest und ihnen erlaubst, dass sie dich tragen. Du musst den tragenden Armen vertrauen können. Vertrauen, ein Thema, das wir in «Bewegung als Dialog, Strandsichten in Korsika» schon eingehend erforscht haben. Damals habe ich gefragt, was es brauche, dass man sich begegnen kann. Vertrauen war die Antwort. Jetzt, wo wir mehr von der subtilen Anatomie wissen, wird diese Aussage anatomisch gestützt. Vertrauen ist eine Kraft der dritten Quelle. Sie stützt die vierte Quelle und ist das Sprungbrett in diese. Vertrauen ist der entscheidende Schritt auf der entscheidenden Stufe ins Herz.